NaturFreunde Sachsen-Anhalt appellieren im Fall Tönnies an Landrat und Bürgermeister

Die NaturFreunde Sachsen-Anhalt appellieren in einem offenen Brief an den Burgenlander Landrat Ulrich und den Oberbürgermeister von Weißenfels Risch, im Fall Tönnies umgehend zu handeln und damit Schaden von Stadt und Landkreis abzuwenden.

Nachdem mehr als 1.300 mit COVID-19 infizierte Mitarbeiter*innen des Tönnies-Schlachthofes in Weißenfels den Landkreis Burgenland an den Rand eines erneuten Lockdowns geführt haben, fordern die NaturFreunde Sachsen-Anhalt und das Aktionsbündnis „Artgerechte Tierhaltung Sachsen-Anhalt" Landrat und Oberbürgermeister auf, es ihren Kolleg*innen im Landkreis Göttingen und der Stadt Rheda-Wiedenbrück gleich zu tun und umgehend und unangemeldet die Anlage am Stadtort Weißenfels zu durchsuchen. Die Namen und Adressen aller Mitarbeiter*innen des Schlachthofes und des angeschlossenen Zerlegebetriebes müssen ermittelt und die gesamte Belegschaft umgehend auf eine Infektion mit dem hochansteckenden Corona-Virus getestet werden.

Gleichzeitig sind die Wohn-, Lebens-, und Arbeitsbedingungen der Mitarbeiter*innen zu überprüfen und gegebenenfalls strafrechtlich gegen den Betreiber vorzugehen. "Bis zum Beweis, das in Weißenfels keine*r der Mitarbeiter*innen mit dem Virus infiziert ist, ist – schon aus Vorsorgegründen – analog zu Rheda-Wiedenbrück der Schlachthof in Weißenfels mit sofortiger Wirkung zu schließen", so Oliver Wendenkampf, Landesvorsitzender der NaturFreunde Sachsen-Anhalt und Sprecher des Aktionsbündnisses „Artgerechte Tierhaltung Sachsen-Anhalt“.
 

NaturFreunde Sachsen-Anhalt