Forderungen der NaturFreunde für einen nachhaltigen Tourismus

Stellungnahme der NaturFreunde Deutschlands im Rahmen einer öffentlichen Anhörung im Deutschen Bundestag

Im Rahmen einer öffentlichen Anhörung im Tourismusausschuss des Deutschen Bundestags sprach Uwe Hiksch, Vorstandsmitglied der NaturFreunde, am 18. Mai im Paul-Löbe-Haus als Sachverständiger über das Thema Nachhaltigkeit im Tourismus.

Die NaturFreunde legten eine ausführliche Stellungnahme vor, in der sie konkrete Forderungen für einen nachhaltigen Tourismus aufzeigen. Die Stellungnahme kann hier nachgelesen werden:

Öffentliche Anhörung zum Thema „Nachhaltiger Tourismus“ am Mittwoch, 18. Mai 2022 im Deutschen Bundestag
Stellungnahme der NaturFreunde Deutschlands

Einführung

Durch die Pandemie hat sich für die Tourismuswirtschaft eine beispiellose Krise entwickelt. Nach dem dramatischen Einbruch der Tourismuszahlen in den letzten beiden Jahren der Pandemie hat sich die Frage gestellt, ob die Krise auch die Chance für eine grundlegende Transformation der heutigen Tourismusindustrie hin zu mehr Nachhaltigkeit und sozialer Verträglichkeit eröffnet. Leider muss aufgrund der bisherigen Entwicklungen festgestellt werden, dass sich auch bei öffentlichen Entscheidungsträger*innen ein Politikansatz durchgesetzt hat, der vor allem das Ziel hat, das touristische Wachstum vor der Pandemie möglichst schnell wieder zu erreichen und die Tourismuszahlen als Wirtschaftsfaktor deutlich voranzubringen. Vorschläge der
umwelt-, klima- und tourismuspolitischen NGO’s für eine Transformation der Tourismuswirtschaft hin zu einer nachhaltigen und ökologischen Industrie sind bisher nicht aufgegriffen worden.

Bereits in den 1970er Jahren begann eine intensive Diskussion über die Folgen des zunehmenden Tourismus. Jost Krippendorf hat mit seinem Werk „Die Landschaftsfresser“ bereits 1977 die ökologischen Folgen des Tourismus erstmals in einem breiteren Ansatz in den Mittelpunkt seiner Betrachtungen gestellt. Auch der Artikel von Robert Jungk, „Wie viele Touristen pro Hektar Strand“, kann als eine der Meilensteine in der Diskussion über Ökologie und Tourismus gesehen werden. Beide Veröffentlichungen zeigten die natürliche und räumliche Begrenztheit der ständig wachsenden touristischen Angebote und der damit verbundenen Anforderungen der boomenden Tourismusindustrie an die Zieldestinationen auf. Beide Autoren nahmen die Auswirkungen des Tourismus für die betroffenen Ökosysteme in den Fokus und verbanden mit ihrem allgemeinen wachstumskritischen Diskurs eine erste grundsätzliche Infragestellung des Massentourismus. Seitdem hat sich die Kritik am bestehenden Massentourismus mit seinen negativen Folgen für Natur, Menschenrechte und sozialräumliche Entwicklungen in den Zieldestinationen deutlich verstärkt.

Die Entwicklung eines Konzeptes für nachhaltigen Tourismus stößt jedoch auf das Problem, dass bis heute die Tourismuswirtschaft darauf basiert, dass „die Grundeigenschaft des Tourismus als Dienstleistungsbündel, dessen Konsum direkt beim Produzenten (der touristischen Destination, dem Beherbergungsbetrieb etc.) stattfindet und für das natürliche sowie kulturelle Ressourcen vor Ort wie Klima, Gewässer, Landschaftsbild, eine intakte Natur bzw. architektonische Sehenswürdigkeiten, traditionelle Kulturen, eine gastfreundliche Bevölkerung etc. als entscheidende Faktoren für Reiseanlässe gelten“. Dadurch verändert Tourismus direkt Zieldestinationen.

Die NaturFreunde begannen bereits in den 1920er Jahren, die Auswirkungen von Tourismus zu thematisieren und hieraus konkrete Anforderungen an die eigene Arbeit zu formulieren. Seit der Gründung der NaturFreunde im Jahr 1895 treten sie „für einen Tourismus für alle ein – nicht nur für Privilegierte; für einen Tourismus, der sich als Partner für die Lebenswelt der Zielregionen versteht und dabei die Umwelt schützt“. Mit ihren Konzepten des „sozialen Wanderns“ zeigten sie Wege auf, den Tourismus nicht nur als das Benutzen einer Landschaft für die eigenen Erholungszwecke zu verstehen, sondern als Teil einer gesellschaftlichen Auseinandersetzung mit den Zieldestinationen. In ihrer Analyse stellten sie bereits in den 1920er Jahren die Demokratisierung des Tourismus und die notwendige Weiterentwicklung der auf damals großbürgerliche Reisende angelegten Strukturen in den Mittelpunkt ihrer tourismuspolitischen Vorstellungen. Für die NaturFreunde stellte sich – als Teil der damaligen Arbeiter*innenbewegung der Tourismus in drei Fragestellungen:

  • Wie muss Tourismus organisiert werden, damit die besuchten Regionen dadurch keinen sozialen oder ökologischen Schaden nehmen?
  • Wie muss Tourismus durchgeführt werden, damit die dort Beschäftigten und die in den Zieldestinationen für den Tourismus Arbeitenden ein auskömmliches Einkommen und keine sozialen Benachteiligungen haben?
  • Welche Anforderungen stellen die NaturFreunde an den eigenen Verband, der als „Touristenverein Die Naturfreunde“ gegründet wurde, für die eigenen touristischen Angebote?

Die Mehrzahl touristischer Angebote finden heute als normierter Massentourismus statt, der in den Zieldestinationen zu deutlichen Veränderungen des natürlichen und touristischen Umfeldes geführt hat. Der heutige Massentourismus hat globale Auswirkungen auf Klima und Umwelt. Der Verbrauch von Energie, Wasser, Landnutzung durch den Massentourismus hat sich in den letzten Jahren vor der Pandemie stetig gesteigert.

Tourist*innen stellen in den jeweiligen Zielgebieten konkrete Ansprüche an die natürliche Umwelt, an die kulturellen Möglichkeiten und die private und öffentliche Infrastruktur, die zur Realisierung der eigenen Vorstellungen im Urlaub erwartet werden. Die Zieldestinationen müssen sich diesen Ansprüchen stellen, wenn sie im Wettbewerb der Standorte weiterhin als Tourismusdestination bestehen wollen. Negative Auswirkungen dieser Entwicklungen können von der touristischen Verbauung der Alpen in den Skigebieten, der Bau von Autobahnen bis direkt in die Zieldestinationen und die Zerstörung von Stränden und Lagunen durch den Bau von Hotelkomplexen weltweit beobachtet werden.

Die touristischen Zieldestinationen sind dabei immer mehr zu reinen Projektionsflächen für die Bedürfnisse des touristischen Massenangebotes geworden, in denen Anforderungen wie Sandstrand, Sonne, sportliche Betätigung oder Ruhe und Erholung sichergestellt sein müssen, damit sie den touristischen Bedürfnissen gerecht werden. Immer weniger bestimmen dabei die Zielregionen diese Entwicklung. Vielmehr sind es die großen Tourismuskonzerne, die ihre Forderungen an eine den touristischen Anforderungen ausgerichtete Infrastrukturentwicklung den jeweiligen Regionen diktieren.

Für eine nachhaltige und ökologische Tourismusentwicklung stellt sich hier eine doppelte Aufgabe: Auf der einen Seite die negativen Folgen für die Zieldestinationen und die Umwelt möglichst zu minimieren und eine soziale und gesellschaftliche Partizipation für möglichst große Teile der Gesellschaft in diesen Regionen zu ermöglichen. Auf der anderen Seite, den Anspruch einer nicht-elitären Tourismusentwicklung mit einem Recht auf Mobilität für alle gesellschaftlichen Schichten zu verbinden. Nachhaltige und soziale Tourismuspolitik muss den Anspruch von Arbeitnehmer*innen, Rentner*innen und auch sozial Benachteiligten nach Erholung und Reisen als gesellschaftliches Recht begreifen und gleichzeitig gesellschaftliche Regelungen entwickeln, die einen zunehmenden Tourismus nicht als zerstörende Determinante für Umwelt, Verkehr und sozialen Auswirkungen entwickelt.

Aufgrund der realen Entwicklungen im Tourismus hat sich in den letzten Jahren auch eine zunehmende Tourismuskritik und konkrete Vorstellung für alternative Tourismusangebote zur Abmilderung der schädlichen Aspekte des Tourismus entwickelt. Ziel dieser Ansätze ist die Entwicklung eines nachhaltigen Tourismus, in dem „positive Effekte maximiert [und] negative Effekte minimiert“ werden.

Die ersten Ansätze einer Internationalisierung der Tourismuskritik in den Staaten des globalen Nordens, die auch Stimmen aus den Zieldestinationen der Staaten des globalen Südens aufgriff, wurde durch die „Dritte-Welt-Bewegung“ in die Debatten eingeführt. Mit dem 1967 verabschiedeten Manifest „Erklärung von Bern“, dass zur Solidarität mit der „Dritten Welt“ aufrief, wurden internationale tourismuskritische Ansätze in Deutschland publik.

Forderungen für einen nachhaltigen Tourismus:

  • Die Forderungen der vom Tourismus Betroffenen in den Zieldestinationen müssen in den Fokus einer nachhaltigen Tourismuspolitik gerückt werden;
  • Forderungen wie das Menschenrecht auf Nahrung, sauberes Wasser, Sicherung der Landrechte von Indigenen und der Erhaltung der natürlichen Umwelt in den Zieldestinationen müssen als unabdingbare Grundlage bei der Entwicklung von neuen Tourismusinfrastrukturen gesichert werden;
  • Tourismus darf die Lebens- und Wirtschaftsgrundlagen der in den Zieldestination Lebenden nicht negativ beeinträchtigen oder zerstören;
  • Kosten für soziale und ökologische Auswirkungen des Tourismus müssen nach dem Verursacherprinzip ausgeglichen werden;
  • Tourismusentwicklungen in den Zieldestinationen dürfen nur so weit stattfinden, dass es zu keiner langfristigen Zerstörung der natürlichen Umwelt kommt. Hier sind die Grenzen der Tragfähigkeit natürlicher Kreisläufe in den Regionen in den Mittelpunkt der Entscheidungen zu stellen;
  • Irreversible Schäden in den Zieldestinationen müssen grundsätzlich vermieden werden.
  • International gilt, dass die planetarischen Belastbarkeitsgrenzen nicht überschritten werden dürfen. Die Auswirkungen des Tourismus auf diese Belastbarkeitsgrenzen im Hinblick auf den „Klimawandel, die weltweite Beeinträchtigung und Zerstörung der biologischen Vielfalt, der Wandel des globalen Landsystems“ müssen dementsprechend berücksichtigt und reduziert werden.

Die UNWTO & UNEP bindet die Nachhaltigkeitsdimensionen anhand von drei grundsätzlichen Forderungen für touristische Aktivitäten ein. Demnach sollten:

  • „Umweltressourcen so eingesetzt werden, dass ökologische Prozesse bestehen bleiben und die natürlichen Ressourcen sowie die biologische Vielfalt geschützt werden,
  • soziokulturelle Strukturen der Gastgeber respektiert werden, so dass bestehende und gelebte Traditionen und das Kulturerbe beibehalten werden und interkulturelles Verständnis und Toleranz aufgebaut werden können,
  • stabile wirtschaftliche Aktivitäten gewährleistet werden und ökonomische Vorteile auf alle relevanten Anspruchsgruppen verteilt werden, wie bspw. durch eine kontinuierliche Beschäftigung, sichere Einkommensmöglichkeiten und die Bereitstellung von sozialen Sicherungssystemen in den gastgebenden Gemeinden.“

Um dies zu erreichen, stellen die NaturFreunde folgende Forderungen und Handlungsziele an einen nachhaltigen Tourismus:

  • Der Verbrauch von Ressourcen in den Zieldestinationen darf nur im Rahmen ihrer natürlichen Regenerationsfähigkeit stattfinden;
  • Für eine nachhaltige Tourismusentwicklung müssen auch Kapazitätsgrenzen für die einzelnen Zieldestinationen zur Erhaltung der kulturellen, sozialen und ökologischen Vielfalt festgelegt werden;
  • Fossile Energieträger für Wärme, Strom, Mobilität müssen schnellstmöglich durch erneuerbare Energieträger ersetzt werden;
  • Emissionen durch den Tourismus müssen so weit reduziert werden, dass natürliche Kreisläufe global und in den Zieldestinationen nicht nachhaltig beeinträchtigt werden;
  • Alle Aktivitäten und Flächenbeanspruchungen durch den Tourismus dürfen die biologische Vielfalt in den Zieldestinationen nicht negativ beeinflussen.

Wirtschaftsfaktor Tourismus

Die schnelle Zunahme des Tourismus hat seit den 50er Jahren deutlich an Dynamik gewonnen. Im Zeitraum von 1960 bis 2000 sind die internationalen Tourist*innenankünfte jährlich um fast sechs Prozent angestiegen. Die Gesamteinnahmen aus dem Tourismus sind in diesem Zeitraum um etwa elf Prozent pro Jahr doppelt so schnellt gewachsen wie die Tourist*innenankünfte. Im Jahr 2019 „wurden weltweit mehr als 1,5 Milliarden internationale touristische Ankünfte verzeichnet“. Im Jahr 1950 waren es noch 25 Millionen. Von den 1,5 Milliarden Tourist*innen weltweit im Jahr 2019 „reisten etwas über die Hälfte, rund 743 Millionen Menschen, nach Europa“. Nachhaltige tourismuspolitische Konzepte müssen deshalb sowohl die Auswirkungen des Tourismus auf die Länder des Globalen Südens wie auch auf die Entwicklungen in den Ländern des Globalen Nordens beachten.

In Deutschland sind „über 2.300 Reiseveranstalter, fast 4.000 Busunternehmen und rund 11.000 Reisebüros tätig. Darüber hinaus gibt es mehr als 222.000 Unternehmen im Gastgewerbe, darunter fast 4.000 Beherbergungsunternehmen und mehr als 165.000 gastronomische Unternehmen.“ Im Jahr 2019 waren in Deutschland direkt 2,8 Millionen Erwerbstätige im Tourismus beschäftigt. Zusammen mit den indirekt im Tourismus beschäftigten, arbeiten in
Deutschland etwa 4,1 Millionen Menschen für den Tourismus, das sind etwa 9 % der Erwerbstätigen.

Der deutsche Tourismusmarkt war in den 90er Jahren durch den Zusammenschluss von vor- bzw. nachgelagerten Wertschöpfungsstufen geprägt. Ziel der großflächigen strukturellen Veränderungen des Marktes war die Zusammenführung der verschiedenen Wertschöpfungsstufen. Im Rahmen dieser Strategie wurden Hotelkapazitäten in den Zieldestinationen an große Tourismuskonzerne gebunden. Die großen internationalen Konzerne sichern sich so bereits über Jahre gegenüber der Konkurrenz ab. Sie haben ein Geflecht von Abhängigkeiten von Anbietern im vor- und nachgelagerten Bereich geschaffen, die sie fest an sie binden. Die großen Tourismuskonzerne diktieren dabei die Preise, Bedingungen und Konditionen, die den Urlauber*innen angeboten werden müssen. Durch diesen zentralen Einkauf konnten so die Einkaufspreise für die Tourismuskonzerne deutlich zu ihren Gunsten verschoben werden. Ziel war die Schaffung einer durchgängigen Wertschöpfungskette.

Im heutigen Reisemarkt sind die zentralen Schaltstellen die Angebote der großen Reiseveranstalter, auf die Reisebüros und Hotels angewiesen sind. Die großen Tourismuskonzerne bestimmen dabei die vorgelagerte Stufe (Einkauf bei den Leistungsträgern: Flug, Hotel, Mietwagen, Camper etc.) als auch auf die nachgelagerte Stufe (Vertrieb der Pauschalreise bzw. Einzelleistungen: Reisebüros, Call Center, TV, Internet etc.).

Die Tourismusindustrie hat sich zu einem der größten Wirtschaftszweige und zu einem der wichtigsten Arbeitgeber weltweit entwickelt. Heute sind etwa 100 Millionen Menschen direkt oder indirekt in Hotels, Reiseunternehmen oder in touristischen Dienstleistungsunternehmen beschäftigt. Weitere 100 Millionen Menschen arbeiten in den Zulieferbetrieben der Tourismusbranche. So schätzt der „World Travel and Tourism Council“ (WTTC), dass insgesamt etwa 240 Millionen Menschen in diesem Wirtschaftszweig arbeiten. Vom internationalen Tourismus sind zusammengenommen etwa sechs Prozent der weltweiten Exporte von Gütern und Dienstleistungen abhängig.

Die Tourismusbranche ist überdurchschnittlich durch die Arbeit von Frauen geprägt. Mehr als 60 Prozent aller Beschäftigten im Tourismus sind Frauen. Auch heute noch verdienen Frauen fast ein Viertel weniger als die Männer, welche die gleiche Arbeit durchführen. Deshalb ist die Auseinandersetzung mit Tourismus auch eine Auseinandersetzung mit der Forderung nach Gleichstellung von Mann und Frau.

Im gesamten Tourismusbereich ist Kinderarbeit anzutreffen, die häufig ausbeuterisch ist. Nach Angaben der Internationalen Arbeitsorganisation (ILO) sind zwischen 13–19 Millionen Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren in den verschiedenen Bereichen der Tourismusindustrie tätig. Tourismus breitet sich immer häufiger auch in „unberührte Regionen“ aus, in denen Touristinnen und Touristen Natürlichkeit, Ursprünglichkeit, sportliche Herausforderungen und Erholung suchen. Tourismus trägt damit dazu bei, dass bisher strukturschwache Regionen erschlossen werden und im positiven Fall Arbeitsplätze und Wertschöpfung in diese Regionen getragen werden. Gleichzeitig verändert die entstehende touristische Infrastruktur die natürlichen und ursprünglichen Faktoren einer Region nachhaltig. Tourismus bedeutet deshalb auch, dass sein Umfeld massiv touristischen Ansprüchen angepasst wird.

Forderungen für einen nachhaltigen Tourismus:

  • Tourismus muss zur Stärkung und Ausbau von regionalen Wirtschaftskreisläufen genutzt werden;
  • Tourismus muss für eine soziale Absicherung mit tariflichen Löhnen, ganzjähriger Beschäftigung und dem Ausbau einer regionalen sozialen Infrastruktur verbunden werden.
  • Tourismus darf nicht das Recht auf Nahrung, sauberes Wasser und Landnutzung der in den Zieldestinationen Lebenden beeinträchtigen.
  • Die öffentliche Tourismuspolitik muss mehr als bisher die Förderung von sozialen Tourismus, durch die verstärkte Förderung von Familienurlauben, Kindererholungsmaßnahmen, Stadtranderholungen für sozial benachteiligte Kinder und Familien, forcieren.
  • Familienferienstätten, Eltern-Kind-Häuser und Jugendheime müssen verstärkt gefördert werden, um Urlaub für Familien in besonderen Lebenssituationen zu ermöglichen.

Tourismus und Menschenrechte

In der Studie „Zukunftsfähiges Deutschland in einer globalisierten Welt“, wird darauf hingewiesen, dass sich das Industrieland Deutschland einen überproportional hohen Anteil des global begrenzten Umweltraumes durch seine Konsum- und Produktionsmuster aneignet. Durch die
zunehmenden Fernreisen hat der Umwelt- und Ressourcenverbrauch durch den Tourismusdeutlich zugenommen. Menschenrechte und Tourismus stehen sich in einem Spannungsverhältnis gegenüber. Menschenrechte, Armutsbekämpfung, die Erhaltung einer natürlichen Umwelt, die gerechte Verteilung von Land und den gleichen Zugang aller zu natürlichen Ressourcen stehen häufig in einem Spannungsverhältnis mit den Anforderungen der international agierenden Tourismusindustrie.

Auf der einen Seite ist Tourismus auf saubere und sichere Umweltbedingungen als Teil des Erholungseffektes von Tourismus angewiesen; auf der anderen Seite erwarten Tourist*innen in den Zieldestinationen eine ausgebaute Infrastruktur. Hier sind die staatlichen Stellen gefordert, durch ordnungspolitische Auflagen und Internalisierung der entstehenden Kosten, die internationalen Tourismuskonzerne zu notwendigen Infrastrukturmaßnahmen für den Schutz der Umwelt und soziale Mindestnormen zu verpflichten. Tourismus wird auch heute noch weitestgehend nicht durch regionale und globale Entwicklungspläne gesteuert, sondern ist den privatwirtschaftlichen Investitions- und Standortentscheidungen der Tourismusunternehmen unterworfen. Werden Regionen, Tourismusarten, Reiseziele oder spezifische Gestaltungsmöglichkeiten für die Freizeit als Zukunftsmarkt gefunden, finden in relativ kurzer Zeit hohe Investitionen in diesem Bereich statt. Dies führt häufig zu einer Überforderung der betroffenen Regionen, die einem riesigen Investitionspotential der großen Reiseveranstalter gegenüberstehen. Innerhalb weniger Jahre können so ganze Regionen für den Tourismus kompatibel umgestaltet werden.

Durch die Globalisierung und Internationalisierung der heutigen Reiseanbieter und Reiseziele sind durch den Tourismus die Mehrzahl der Menschen mittelbar oder unmittelbar betroffen: als Tourist*innen, als Bürger*innen der Zielregionen oder Staaten. Für die betroffenen Bevölkerungen ändern sich ihre unmittelbaren Rahmenbedingungen zum Teil grundsätzlich, da gerade in den Staaten des globalen Südens, die Wirtschafts-, Regional- und Steuerpolitik auf die Interessen der großen Tourismuskonzerne ausgerichtet werden.

Neben dem Massentourismus haben auch unterschiedliche Formen von Individual- und Ökotourismus deutlich zugenommen. Allgemein ist jedoch, dass die Tourist*innen in den jeweiligen Zielgebieten konkrete Ansprüche an die natürliche Umwelt, an die kulturellen Möglichkeiten und die private und öffentliche Infrastruktur haben, deren Realisierung die Regionen massiv verändern. Die dort lebenden Menschen sind davon integral betroffen.

Die im Tourismus tätigen Unternehmen sehen sich heute mit einer kritischeren Öffentlichkeit konfrontiert, die sich für die Auswirkungen des Tourismus auf die Zielgebiete und die betroffenen Länder interessiert. Immer mehr Tourist*innen, aber auch eine breitere Öffentlichkeit erwarten, dass die Einhaltung der Menschenrechte für alle vom Tourismus betroffenen Menschen zum wesentlichen Bestandteil der Tourismusentwicklung und Tourismuspolitik wird. Die Wachstumsraten des Tourismussektors führen in vielen Ländern des Südens dazu, dass sie Investitionen in die Tourismuswirtschaft lenken wollen. Mit diesem „Inwertsetzen“ ihrer Staaten wollen sie durch den Tourismus Arbeitsplätze und Einkommen schaffen. Die jeweilige Kultur und Natur werden dabei den Anforderungen an den heutigen Tourismus angepasst. Tourismus bedeutet heute in vielen Regionen auch Verbrauch der beschränkten natürlichen
Ressourcen, Bodenspekulation, Vertreibung von indigenen und armen Bevölkerungsteilen, sexuelle Ausbeutung von Frauen und Jugendlichen und eine Zerstörung der traditionellen Lebensweise. Hier muss eine nachhaltige Tourismuspolitik ansetzen und einen abgestimmten Kanon an politischen Instrumenten entwickeln, damit Menschenrechte geschützt und Regionen nicht zerstört werden.

Forderungen für einen nachhaltigen Tourismus:

  • Die Einhaltung der und die Auswirkungen auf die Menschenrechte müssen vor allem bei Investitionen durch die Unternehmen aufgezeigt werden.
  • Durch die Entwicklung touristischer Infrastruktur dürfen das Recht auf Gesundheit, Recht auf Nahrung, Recht auf sauberes Wasser und das Recht auf Erhaltung angestammter Landrechte nicht infrage gestellt werden.
  • Der internationale ordnungspolitische Rahmen muss so weiterentwickelt werden, dass die Einhaltung der Menschenrechte in internationalen Abkommen verbindlich und einklagbar festgeschrieben wird.
  • Betroffene von Menschenrechtsverletzungen in den Zieldestinationen durch Handlungen von Tourismusunternehmen aus Deutschland müssen das Recht haben, vor deutschen Gerichten ihre Ansprüche einklagen zu können.
  • Touristische Angebote in den Zieldestinationen müssen so weiterentwickelt werden, dass sie dazu beitragen, regionale Wirtschaftskreisläufe zu fördern und regionale Wertschöpfungsketten ermöglichen.

Tourismus und Klima

Weltweit kamen die Tourist*innen aus Deutschland hinter denen aus den USA und China auf Platz drei der Treibhausgasverursacher*innen durch den Tourismus. Reisende aus Deutschland verursachten 29 Millionen Tonnen C02-Äquivalente. „Laut dem Umweltprogramm der Vereinten Nationen (UNEP) entstehen etwa fünf Prozent der weltweiten CO2-Emmissionen direkt durch den Tourismus. 75 Prozent aller CO2-Emissionen, die dem Tourismus zugerechnet werden, stammen aus dem Verkehr, und hier vor allem aus der An- und Abreise.“

Mobilität ist einer der zentralen Faktoren im Ressourcenverbrauch und CO2-Ausstoß. Ohne gravierende Veränderungen des Mobilitätsverhaltens und des Mobilitätsangebotes kann keine nachhaltige Tourismusentwicklung stattfinden. Der Trend zu immer kürzeren, dafür aber immer weiteren Reisen – vor allem mit dem Flugzeug – steht dem entgegen.

Ein konsequenter Klimaschutz erfordert, dass Urlaubsströme möglichst „regional“ gesteuert werden. Das heißt, vorwiegend regionale Reiseangebote und Kurzstreckenreisen wahrzunehmen und möglichst auf Flüge zu verzichten. Dazu sind vor allem genügend bequeme und günstige Reisemöglichkeiten mit öffentlichen Verkehrsmitteln, vor allem der Bahn, anzubieten. Nur das trägt zur Erreichung der gesetzten internationalen Klimaschutzziele bei.

Diese Zahlen zeigen deutlich: Auch der Tourismus muss seinen Beitrag zur Reduzierung der klimaschädlichen Treibhausgase leisten. Hierfür muss der Landschaftsverbrauch für touristische Infrastruktur drastisch eingeschränkt, ein Gesamtkonzepts für eine klimafreundliche Mobilität zu den Zieldestinationen und in den Zieldestinationen und die Förderung einer klima- und umweltschonenden Mobilität in den Fokus der Tourismuspolitik gerückt werden.

Forderungen für einen nachhaltigen Tourismus:

  • Kernprinzipien des Klima-, Natur- und Umweltschutzes, so wie sie 1992 in Rio festgelegt wurden, sind das Vorsorge- und das Verursacherprinzip: Wenn von Produkten des Tourismus Risiken ausgehen, dann müssen diese Risiken vorausschauend vermieden werden.
  • Es müssen weltweit verbindliche Standards für den Tourismus festgelegt werden, die verhindern, dass in wasser- und landarmen Tourismusgebieten der Bau von Golfplätzen und großen Hotelanlagen den Zugang der Bevölkerung zu Wasser und Land verknappt.
  • Der internationale Flugverkehr durch den Tourismus muss eingeschränkt und Kurzflüge müssen drastisch reduziert werden;
  • Für den Tourismus in Europa muss der Ausbau der Bahninfrastruktur systematisch gefördert werden.
  • Der Tourismus muss einen größtmöglichen Beitrag zur Einhaltung der Pariser Klimaziele leisten.

Tourismus und Wasser

Wasser und Gewässern kommen im Tourismussektor eine besonders hohe Bedeutung zu. So verbrachten 2015 beispielsweise etwa 46 Prozent der deutschen Urlauber*innen ihre Ferien am Meer. Der hohe Wasserverbrauch in den touristischen Zentren trifft so häufig mit niederschlagsarmen Jahreszeiten zusammen. Betrifft dies wasserarme Länder – das sind zum Beispiel viele Mittelmeeranrainerstaaten, aber auch Länder wie Indien und Indonesien – bedeutet dies einen erhöhten Druck auf die regionalen Wasserressourcen. Große Hotelanlagen, Golfplätze und Swimmingpools und weitere Infrastruktur erfordern wertvolles Wasser. In manchen touristischen Gebieten führt das zu Konflikten mit der lokalen Bevölkerung und der lokalen Landwirtschaft, denn diesen steht dann nicht mehr genügend Wasser zur Verfügung. In anderen trockenen Gebieten wird Wasser aufwändig per Tankschiff oder Tanklaster für Tourist*innen angeliefert oder Meerwasser wird aufwändig und teuer zu Nutzwasser aufgearbeitet.

Laut einer Studie von Gössling und Peeters aus dem Jahr 2015 wird Reisen immer wasserintensiver. Sie haben den Wasserverbrauch des Tourismussektors weltweit berechnet und beziffern den Verbrauch auf durchschnittlich 6.575 Liter pro Tag und pro Reisendem. In die Berechnung ist der direkte und indirekte Wasserverbrauch eingeflossen, also auch das Wasser, das für Infrastruktur und Transport benötigt wird. Bei Hotelanlagen zählen unter anderem dazu: Zimmerreinigung und Wäsche, Betreiben und Bewässern aller zum Hotel gehörigen Anlagen und die Produktion von Nahrungsmitteln. In wasserarmen Ländern ist der Unterschied im Wasserverbrauch besonders eklatant. Hier seien zwei gut untersuchte Beispiele genannt: In Bali/Indonesien verbraucht der Tourismus 65 Prozent des vorhandenen Wassers und im indischen Goa wird für ein 5-Sterne-Hotelzimmer mehr als das Einhundertfache von dem verbraucht, was der lokalen Bevölkerung täglich zur Verfügung steht. Das sind nur die Spitzen des Eisberges. Auch wenn sich die Beispiele auf Massen- und Pauschalreisen beziehen, so verbraucht auch jede andere Art des Reisens Wasser. Vor allem auch deshalb, weil Reisende zu Hause mit dem nassen Gut sparsamer umgehen als auf Reisen.

Forderungen für einen nachhaltigen Tourismus:

  • In wasserarmen Gebieten muss ein Moratorium für neue Wasserkonzessionen für den Tourismus und kommerzielle Zwecke durchgesetzt werden.
  • Bestehende Hotels in den Zieldestinationen müssen Investitionen in Sanierungen für Wasser sparende Alternativen vornehmen.
  • Wasserintensive Infrastrukturen und Landschaftsgestaltungen (Pools, Wasserparks, Grünflächen, Golfplätze) in trockenen und von Wasserknappheit betroffen Gebieten dürfen von internationalen Reisekonzernen nicht mehr angeboten werden.

Tourismus, Landnutzung und Landraub

„Ferienorte sind nicht nur Kulisse für Reisende. Sie sind Heimat und Wohnort der einheimischen Bevölkerung.“ Dabei bedeutet Landraub nicht nur, dass „Menschen ihr Land, ihren Wohnraum oder spirituelle Orte verlieren, sondern auch den Zugang zu und die Kontrolle über land- und küstenbasierte Ressourcen wie Wasser, Ackerland oder Fischgründe“.

Für den Bau von touristischer Infrastruktur werden große Landflächen verbraucht. So unterscheidet sich der Flächenbedarf pro Gästebett nach Art der Unterkunft erheblich, „angefangen von 25 qm für Pensionen bis hin zu 200 qm für Ferienhäuser“. Auch für den Bau von Flughäfen, Straßen, Einkaufszonen, Parkplätzen, Campingplätzen, Golfplätzen, Yachthäfen und Dienstleistungen für dem Tourismus bis zu Mülldeponien und Kläranlagen, werden große Landflächen benötigt. Survival International schätzt, „dass weltweit mehr als 130 Millionen Menschen ihre Heimat und Lebensgrundlage durch Großschutzgebiete wie Nationalparks, Biosphärenreservate oder Naturparks verloren haben.“ Aufgrund der Wachstumsprognosen für den Tourismus wird damit gerechnet, dass sich „im Laufe der nächsten 25 Jahre die Flächennutzung für Tourismuszwecke verdoppeln und bis 2050 fast verdreifachen wird“.

Forderungen für einen nachhaltigen Tourismus:

  • Der Tourismus muss so angepasst und entwickelt werden, dass er Menschen nicht aus ihren Wohnsituationen vertreibt.
  • Bei der Entwicklung von touristischen Projekten müssen lokale Gemeinschaften ein Mitbestimmungsrecht erhalten.
  • Der Zugang zu Ressourcen wie Wasser, Forst- oder Weideland darf durch touristische Projekte für die indigene Bevölkerung nicht behindert werden.
  • Traditionelle nachhaltige Nutzungsformen dürfen durch Tourismuskonzepte nicht zerstört werden. Dies gilt auch für die touristische Entwicklung oder Neuerschließung von indigenen Territorien für neue Formen des Ökotourismus‘.

Tourismus und Mobilität

Schon heute machen die CO2-Emissionen des Luftverkehrs etwa fünf Prozent der globalen Klimawirkungen aus. Jedes Jahr nehmen die CO2-Emissionen des Flugverkehrs um ca. 3,5 Prozent zu. Es ist zu erwarten, dass die Klimaauswirkungen durch den Luftverkehr in den nächsten Jahren die Auswirkungen des PKW-Verkehrs übersteigen werden. Wenn der Luftverkehr im gleichen Tempo weiterwächst, wird er sich bald zum Klimakiller Nr. 1 entwickelt haben.
Die Fluggesellschaften sind Treiber für den besonders klimaschädlichen Ferntourismus. Während im innereuropäischen Flugverkehr ein zum Teil ruinöser Wettbewerb mit Billigtickets – verbunden mit Ausbeutung von Mensch und Natur – stattfindet, wird auf den Interkontinentalflügen richtig Geld verdient. Deshalb setzen Flugkonzerne und Großflughäfen auf Fernreisen – inklusive so absurder Formate wie den Wochenend-Einkaufstrip aus den USA oder China nach München.

Forderungen für einen nachhaltigen Tourismus:

  • Der Verkehrssektor braucht eine Mobilitätswende. Hierfür muss auch der Flugverkehr, insbesondere aus Klimaschutzgründen, deutlich abnehmen.
  • Öffentliche Investitionen müssen in einen gut ausgebauten öffentlichen Nahverkehr verlagert werden, damit Bahn und Bus sowohl bei der Anreise also auch bei der Fortbewegung in den Zieldestinationen genutzt werden kann.
  • Touristische Ziele brauchen ein konsequentes Parkraummanagement mit einer deutlichen Erhöhung der Parkplatzgebühren.
  • Der Aus- und Neubau von Parkplätzen in den touristischen Destinationen muss beendet werden.

Beispiel Alpentourismus

Die Diskussion um den Ausbau von Skigebieten in den Alpen wird aufgrund des Klimawandels heute sehr intensiv geführt. „In den vergangenen Jahrzehnten hat die Branche ihr Angebot in den Alpen immer mehr aufgerüstet. Sie wirbt heute mit hochmodernen Skiliften, Luxushotels und Sportevents.“ In den Alpen werden immer neue Attraktionen, wie Aussichtsplattformen oder Hängebrücken geplant, um den Massentourismus weiter zu steigern. Immer mehr gleichen die Alpen einen Freizeitpark.

Forderungen für einen nachhaltigen Tourismus:

  • Förderrichtlinien für öffentliche Subventionen in den Alpen müssen so geändert werden, dass im Hinblick auf die Klimakrise keine staatlichen Subventionen mehr für Beschneiungsanlagen gezahlt werden dürfen und die derzeitige Regelung restriktiv gehandhabt wird.
  • Für die „Aufrüstung“ der Alpen für den Sommertourismus darf es keine Fördermöglichkeiten für Erlebnisinstallationen mehr geben.
  • Es dürfen nur Vorhaben gefördert werden, die nachhaltig, umwelt- und sozialverträglich sind.
  • Ein muss ein Verkehrskonzept entwickelt werden, das die alpinen Tourismusorte vom Autoverkehr entlastet und die Erreichbarkeit mit öffentlichen Verkehrsmitteln garantiert.

Tourismuspolitik neu denken

Die Corona-Pandemie eröffnet wie jede Krise auch eine Chance, sich neu zu entscheiden, welcher Weg eingeschlagen werden soll. Statt auf Wachstum um jeden Preis zu setzen, muss eine zukunftsfähige Tourismuspolitik jetzt verknüpft werden mit einem Vorrang für Klimaschutz vor privaten Profitinteressen.

Eine sozial-ökologische Transformation im Tourismus ist dringend notwendig. Sie wird sich gegen mächtige Gegenspieler durchsetzen müssen. Es ist zu befürchten, dass die Tourismuskonzeption der international agierenden Tourismuskonzerne versuchen werden, die Quote der Fernreisenden im Tourismus weiter merklich zu erhöhen.

Das Wachstum des Tourismus ist kein Naturgesetz. Durch eine gezielte ordnungspolitische Regulierung können im Tourismus ökologische und nachhaltige Entwicklungen gezielt gefördert werden. Die Klimakrise macht es mehr als deutlich: Wir brauchen eine Transformation der heutigen ressourcenzerstörenden Industriegesellschaft hin zu Nachhaltigkeit, ökologischer und sozialer Verträglichkeit. Diese ökologische und soziale Transformation muss auch im Tourismus angegangen werden.

Berlin, 17.05.2022
Uwe Hiksch
Bundesvorstand NaturFreunde Deutschlands

Die verwendeten Quellen können der PDF-Version der Stellungnahme entnommen werden.